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"TÄLLT TAVALL RAUMALLP PRUUKATA SANNO" (So sprechen wir in Rauma)
Der Rauma
-Dialekt (oder die Rauma Sprache, wie die Einheimischen zu sagen pflegen)
zählt zu den südwestfinnischen Mundarten, die teilweise noch in den
Provinzen Satakunta und Varsinais-Suomi gesprochen werden. Der echte
Rauma-Dialekt ist jedoch nur im eigentlichen Stadtbezirk anzutreffen. Über
seine Ursprünge ist wenig bekannt, aber Raumas Rolle als Hafenstadt ist ohne
Zweifel der Hauptgrund für Herausbildung einer ganz eigenen Sprachvariante.
In Rauma verkehrten Seeleute aus ganz Europa, und die Rauma Sprache ist
gespickt mit Lehnwörtern aus dem Schwedischen, Englischen, Estnischen,
Russischen und Französischen.
Untersucht
wurde der Rauma-Dialekt vermutlich erstmals durch Hj. Nortamo, der vor rund
hundert Jahren auch die erste in der Mundart verfasste Novellensammlung "Raumlaissi
jaarituksi" veröffentlichte. Seither haben sich auch andere Schriftsteller
um die Pflege und Verbreitung des Rauma Spracherbes gekümmert, darunter
Tauno Koskela und Hannu Heino.
Typisch für
die Rauma Sprache sind neben den bereits erwähnten Lehnwörtern die Abkürzung
der Wortenden, ein informeller Satzbau und ein für das Finnische
ungewöhnlicher melodischer Tonfall. Gelegentlich wird der Rauma-Dialekt von
Auswärtigen mit der Turku Mundart verwechselt. Deren auffälligstes Merkmal,
das Ersetzen des Buchstabens d durch r, kommt jedoch in Rauma nicht vor.
Gegenwärtig erfreut sich die Rauma Sprache einer lebhaften Renaissance in
Büchern, Theaterstücken und der lokalen Presse.
Aktualisiert:
11.04.2006
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